Bei einer Rektusdiastase ist der Abstand zwischen den beiden Strängen der geraden Bauchmuskulatur breiter als normalerweise und bildet einen spürbaren Spalt. Ab einer Breite von über zwei Fingern spricht man von einer „Rektusdiastase“. Die Bauchmuskeln verlieren ihre Zugrichtung und damit ihre Funktionsfähigkeit.

Wer ist davon betroffen?

Viele Mütter bekommen eine Rektusdiastase, wenn sich die Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskeln nach einer Geburt nicht wieder rückgebildet haben. Die Geburt liegt schon mehrere Monate zurück und die Körpermitte fühlt sich immernoch ungewöhnlich weich an? Sie wölbt sich im Verhältnis zum restlichen Körper stark nach vorn? Dies sind Indikatoren dafür, dass eine Rektusdiastase vorhanden ist. Aber immer wieder sind auch kinderlose Frauen oder sogar Männer von diesen Symptomen betroffen. Nicht immer ist die Rektusdiastase die Ursache; es kann sein, dass die Beckenboden-, Bauch-, und Rückenmuskulatur einfach zu schwach und schlecht vernetzt sind.

Welche Ursachen hat eine Rektusdiastase?

Eine daurhafte Aufdehnung der Bauchdecke durch eine Schwangerschaft oder durch Übergewicht ist meist eine Ursache für eine Rektusdiastase. Schwaches Bindegewebe und zu hoher Bauchinnendruck, wie es durch pressen, extremes Krafttraining oder Überbelastung im Alltag enstehen kann, sowie schlechter Körperhaltung begünstigen eine Rektusdiastase zusätzlich.

Welche Beschwerden verursacht eine Rektusdiastase?

  • eine veränderte Körperstatik
  • Haltungsschwäche und daraus resultierende Rückenbeschwerden
  • Organverschiebungen und -senkungen
  • Gefahr von Bauchwand- und Nabelbrüchen
  • Beckenbodenprobleme
  • Fehlatmung, die zu Problemen des Bewegungsapparats führt

Was hilft dagegen?

Selbst Jahre nach einer Entstehung kann eine Rektusdiastase wieder zurückgebildet werden. Je länger die Entstehung zurückliegt, desto mehr Zeit und Mühe müssen investiert werden. Wichtig ist, dass Übungen gewählt werden, die keinen Druck auf die Rektusdiastase ausüben wie zum Beispiel der klassische Crunch auf dem Boden oder das gerade Aufrollen aus der Rückenlage. Übungen hingegen, die einen aufrechten Rumpf erfordern, fördern das Schließen der Rektusdiastase.

Du erkennst dich in diesem Beitrag wieder? Oder interessierst dich mehr für dieses Thema? Dann vereinbare einen Termin mit einem Trainer und wir zeigen dir welche Übungen du gezielt trainieren kannst um einer Rektusdiastase vorzubeugen oder zu beheben.

Sportliche Grüße

Dein Sportpark Süssen Team